Klinische Psychologie und Psychotherapie

Weiterbildung

CAS Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter (CAS PKJ Unibe)

Die meisten psychischen Störungen nehmen schon im Kindes- und Jugendalter ihren Anfang, bestehen langfristig fort und sind mit erheblichen psychosozialen Einbussen verbunden. Zudem sind sie vergleichsweise stabil und stellen einen wesentlichen Risikofaktor für die Entwicklung psychischer Störungen im Erwachsenenalter dar. Daher handelt es sich beim Kindes- und Jugendalter um eine wichtige Lebensperiode für präventive und psychotherapeutische Interventionen. Obwohl es einen grossen Bedarf gibt, ist gegenwärtig jedoch ein Mangel an evidenzbasierter Psychotherapie in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen vorhanden.

Zielgruppe

Der CAS PKJ richtet sich an Psychologinnen und Psychologen mit abgeschlossener Hochschulausbildung, die sich mindestens im zweiten Jahr einer eidgenössisch akkreditierten Psychotherapieweiterbildung befinden und darauf aufbauend berufsbegleitend grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen für die Ausübung von Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter erwerben möchten. Aufnahmen «sur Dossier» sind möglich.

Beratung

Haben Sie Fragen zum CAS PKJ oder zu den einzelnen Modulen? Detaillierte Auskunft erteilt Ihnen gerne Peggy Kübler und Prof. Dr. Stefanie Schmidt (caspkj@psy.unibe.ch).

Infoveranstaltung CAS

Die Corona-Pandemie hat sich auch auf den CAS „Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter“ ausgewirkt: Die geplanten Infoveranstaltungen können bis auf Weiteres nicht vor Ort durchgeführt werden. Stattdessen möchten wir allen Interessierten individuelle Termine via Videotelefonie anbieten, bei denen persönliche Anliegen und Fragen geklärt werden können. Wenn Sie von diesem Angebot Gebrauch machen möchten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, um Terminvorschläge zu erhalten.

Basisinformationen
Abschluss: Certificate of Advanced Studies «Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter» (CAS PKJ Unibe)
Struktur: Berufsbegleitender, modular aufgebauter Studiengang. Einzelmodulbesuch möglich
Umfang:
17 ECTS
Dauer:
1 Jahr
Daten:
Beginn September 2020
Ort:
Bern
Unterrichtssprache:
Deutsch
Zulassung:
Psychologinnen und Psychologen mit abgeschlossener Hochschulausbildung, mindestens im zweiten Jahr einer eidgenössisch akkreditierten Psychotherapieweiterbildung, Aufnahmen «sur Dossier» sind möglich
Kosten:
 CHF 6'700 (exkl. Supervision)
Anmeldung:
Gesamter Studiengang: 31. Mai 2020; Einzelmodule des aktuellen Studiengangs: laufend möglich (bis mind. 8 Wochen vor Kurstag)
Trägerschaft:
Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Institut für Psychologie, Universität Bern

Das Berufsfeld der Kinder- und Jugendpsychotherapie ist vielfältig und abwechslungsreich, da sie sich an Personen einer grossen Entwicklungsspanne vom Vorschulalter bis zur Adoleszenz richtet. Zudem stellen Kinder und Jugendliche eine besonders schutzbedürftige Personengruppe dar, die immer in soziale Bezugssysteme (z.B. Familie, Schule) eingebettet ist. Dies macht eine enge Zusammenarbeit mit Bezugspersonen wie Eltern, Lehrkräften und Peers erforderlich. Somit stellt die Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen hohe fachliche Anforderungen an die behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten. Der Zertifikatskurs «Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter» der Universität Bern (CAS PKJ Unibe) bietet Psychologinnen und Psychologen mit Hochschulabschluss, die sich mindestens im zweiten Jahr einer eidgenössisch akkreditierten Psychotherapieweiterbildung befinden, die Möglichkeit, sich im Sinne einer Spezialausbildung grundlegende theoretische Kenntnisse und praktische Kompetenzen für die psychotherapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anzueignen.

Der berufsbegleitende, einjährige CAS PKJ umfasst insgesamt 17 ECTS-Punkte. Der Teil «Wissen und Können» besteht aus acht Modulen an 18 Kurstagen, die an Freitagen und/oder Samstagen stattfinden. Darin werden spezifisch für das Kindes- und Jugendalter Techniken der Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung, Besonderheiten der Klassifikation und Diagnostik, Früherkennungs- und Präventionsansätze, Interventionen für typische Störungsbilder (z.B. Angst-, Entwicklungs-, Regulationsstörungen, Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens), systemisch-familientherapeutische Interventionen und rechtliche Grundlagen vermittelt. Dies geschieht eingebettet in ein ganzheitliches Fallverständnis unter besonderer Berücksichtigung entwicklungspsychologischer und systemischer Aspekte. Das Ziel ist es, die Teilnehmenden praxisnah und mit wissenschaftlich fundierten Konzepten und Methoden verschiedener Therapieschulen auf Ihre psychotherapeutische Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen vorzubereiten. Die erfolgreiche Absolvierung des CAS PKJ setzt zudem eigene therapeutische Tätigkeit (mind. 50 Stunden) inkl. Vorstellung einer Fallkonzeption und Supervision (mind. 10 Stunden) sowie das Bestehen einer schriftlichen Abschlussprüfung voraus.

Die Anmeldefrist für den CAS im Weiterbildungsjahrgang 2020 ist der 31. Mai 2020. Bitte melden Sie sich dafür direkt online an. Für die Anmeldung sind ein Motivationsschreiben und Ihr Lebenslauf erforderlich.
Nach Eingabe Ihrer Bewerbungsunterlagen erhalten Sie eine Eingangsbestätigung und später die Einladung zum Aufnahmegespräch. Die Aufnahmegespräche werden voraussichtlich im Juni 2020 stattfinden.

Anmeldung zu einzelnen Modulen

Die Module des CAS können auch einzeln besucht werden, sofern freie Plätze vorhanden sind. Füllen Sie dafür bitte das «Anmeldeformular für Einzelmodule» (PDF) aus.

Programmleitung

Bärtschi Judith, lic. phil.

In privater Praxis in Bern tätig.

https://psychotherapie-baertschi.ch/

 

Glanzmann Gabriele, Dipl.-Psych.

Psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin, Supervisorin. In privater Praxis in Offenburg tätig.

 

In-Albon Tina, Prof. Dr.

Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Universität Koblenz-Landau. Leiterin der Landauer Psychotherapie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche und des Landauer Studiengangs zur Ausbildung in Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

https://www.uni-koblenz-landau.de/de/landau/fb8/biopsy-klinpsy/KlinPsy%20KiJu/Mitarbeit/In-Albon

 

Kizilhan Jan Ilhan, Prof. Dr. Dr.

Professor für Soziale Arbeit und Leiter des Instituts für transkulturelle Gesundheitsforschung an der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen.

https://www.dhbw-vs.de/hochschule/mitarbeitende/jan-kizilhan.html

 

Koch Irène, lic. phil.

Fachpsychologin für Psychotherapie mit Zusatzqualifikation in Psychotraumatologie FSP
Leitende Psychologin der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Tagesklinik Winterthur

 

Krug Isolde, Dipl.-Psych.

Leitende Psychologin am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Universitätsklinikum Freiburg i. Br.

 

Langner Vanessa, Dipl.-Psych.

Als Dozentin, Supervisorin und in privater Praxis in Ditzingen tätig.

https://juliusgarten.de/psychotherapie-im-zentrum/

 

Lindenschmidt Timo, Dr.

Dr. rer. medic., Dipl.-Psych., Dipl.-Musiktherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

Seit 2017 leitender Psychologe der stationären Wohngruppe für psychisch kranke junge Erwachsene im Robert-Perthel Haus in Köln. 2015 bis Ende 2016 Leitung der Ambulanz für expansive Verhaltensstörungen im AKiP an der Uniklinik Köln sowie selbstständiger Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit Privatpraxis in Köln. Regelmäßige Dozententätigkeiten mit den Schwerpunkten: Störungen des Sozialverhaltens, Oppositionelles Trotzverhalten, Hyperaktive Störungen sowie Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen. 

 

von Lucadou Anne, Dipl.-Psych.

Approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit Zusatzqualifikation KJP. Seit 2008 in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Freiburg tätig. Zertifizierte IPT-Trainerin und seit 2010 Workshops-Leiterin zur Interpersonellen Psychotherapie für Erwachsene und für Jugendliche (IPT-A) für die stationäre Behandlung und zur Depressionsbehandlung in Gruppen. Zudem in privater Praxis in Freiburg i. Br. tätig.

https://www.psychotherapie-lucadou.de/

 

Mathys Regula, Dr. phil.

Fachpsychologin für Kinder- und Jugendpsychologie & Psychotherapie FSP

Leiterin der Ausbildung (d) in Erziehungsberatung-Schulpsychologie des Kantons Bern und Leiterin der kantonalen Erziehungsberatungsstelle EB Köniz.

 

Merklin Elisabeth, Dipl.-Psych.

Eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin.

Therapeutische Leitung der Tagesklinik Oberland in Spiez.

 

Vilén Zürcher Louise, Dr.

Geschäftsführerin des IFRP Institut für Familienrechtspsychologie GmbH in Solothurn.

https://ifrp.ch/louise-vilen

 

Schmidt Stefanie, Prof. Dr.

Assistenzprofessorin Klinische Psychologie des Kindes- und Jugendalters an der Universität Bern.

https://www.kpp.psy.unibe.ch/ueber_uns/personen/prof_dr_schmidt_stefanie/index_ger.html

 

Weinzierl Ruth, Dr.

Psychologische Psychotherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Leitende Psychologin an der Kinderklinik des RKK-Klinikums St. Josefskrankenhaus in Freiburg i. Br.

 

Probst-Geigges Christa, Dipl.-Psych.

Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Lehrende für Systemische Therapie bei der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). In privater Praxis in Freiburg i. Br. tätig. Mitbegründerin, Coleitung und Dozentin des Weiterbildungsinstituts  "Freiburger Familientherapeutischer Arbeitskreis" (FFAK).

www.ffak.org